Blickpunkt Wals-Siezenheim | September 2023

Entstanden ist das Plastiksackerl zeitgleich mit den Supermarktläden Ende der 1950er Jahre. Mit den Selbstbedienungsgeschäften, die den Tante-Emma-Laden, den Krämer oder den Greißler im Laufe der Zeit ablösten. Die fertig abgepackten Produkte kamen zuerst noch in den Einkaufskorb und nach und nach öfter in das Einkaufssackerl aus Plastik vor Ort angeboten. Die Supermärkte nutzten schon früh die Möglichkeit auf dem Sackerl Werbung mit attraktiven, ansprechenden Präsentationen für ihr Geschäft zu machen. Plastiksackerl wurden modern und fanden Anklang bei den Kunden. Für die Schutzhülle des Fahrradsitzes, als Müllsack oder als Kinderrutschspaß im Winter beliebt, muss seit dem Jahr 2020 eine Alternative gefunden werden. Seither gilt in Österreich ein Verbot von nicht-abbaubaren Plastiksackerln. In der Ausstellung sind auch Plastiksackerl von Salzburger Traditionsgeschäften zu sehen, die es nicht mehr gibt, aber bei so manchem frühere Einkaufserinnerungen wecken. Der wohl bekannteste Plastiksackerl-Liebhaber war der österreichische Opernkritiker Marcel Prawy, der seine umfangreiche Sammlung von Musikdokumenten, Handschriften und NotenOriginalen in Plastiksackerl archivierte. Der berühmteste „Billa-SackerlNutzer“ Österreichs, lebte mit seinen rund 2.000 Plastiksackerln unter anderem auch als Dauergast im Hotel Sacher in Wien. 14 Die Bachschmiede Blickpunkt Neue Ausstellung - Das Plastiksackerl Bilder: Die Bachschmiede Was kann ein Plastiksackerl als Alltags- und Wegwerfgegenstand schon für eine Ausstellung hergeben? Mehr als man vielleicht denkt. Schaut man hinter die Kulisse des vorrangig als Umweltsünder wahrgenommenen Objekts, kann man es auch als kurioses Zeitdokument und Werbemedium mit grafischem Anspruch, eine Fülle von Motiven und Schriften und Aussagekraft, entdecken. Das Museum kann zu den Öffnungszeiten der Bachschmiede besichtigt werden: Mo. und Di. 09:00 - 12:00 Uhr | Do. 14:00 - 19:00 Uhr | Fr. und Sa. 14:00 - 17:00 Uhr | Infos: Tel. 0662 - 85 53 29 | www.diebachschmiede.at | office@diebachschmiede.at © Christoph Bombart © Josepha und Markus_lower res im Zuge der diesjährigen „Klingenden Bachschmiede“ in Sang und Klang dargeboten. Mit dabei sind die Weiß’ngroana, eine weitum bekannte Tanzlmusi aus Bayern, das Duo Steindl-Landenhammer mit Zither und Kontragitarre, sowie der Lehmhäusl Dreigesang aus Salzburg und der Steiermark. Es gibt Zeiten, in denen uns das Lachen nur noch im Halse stecken bleibt, in denen der letzte Witz erzählt ist und alle fröhlichen Melodien dieser Welt verklungen sind. Aber diese Zeiten sind ja zum Glück noch nicht angebrochen! Und deshalb hat die mit dem „Deutschen Kabarettpreis“ ausgezeichnete Liedermacherin wieder einmal eine Menge neuer mitreißender Schmählieder, raffinierter Protestsongs und unverfrorener Ohrwürmer geschrieben. Freut euch auf einen Abend voller intelligenter Bosheiten, fröhlichem Charme und unwiderstehlicher Dreistigkeit! „Sarah Hakenberg Wieder da!” KONZERT Sonntag, 1. Okt. 2023 Beginn 18:00 Uhr Freitag, 6. Okt. 2023 Beginn 19:30 Uhr Klingende Bachschmiede – „Owa aus is' mit'm Summa“ - Oder Hiaz ziagt da Herbst ins Land” KONZERT Klangvoll zieht der Herbst mit seinen wunderschönen Volksliedern, Texten und Melodien ins Land. Genau diese werden Die Marke steht für Qualität - KOCH Ihre Tischlerei. Tischlerei u. Möbelhandel I Untere Walserbergerstr. 28 I A-5071 Wals I Telefon 0662 / 85 14 14 I www.tischlerei-koch.at

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