Blickpunkt Wals-Siezenheim | September 2026

14 Aktuell | LOKALES Blickpunkt Wenn das Wasser knapp wird, gibt es auch Einbußen im Gemüse- und Futterbau. So sind auf den Wiesen in Wals-Siezenheim Ertragsausfälle zwischen 30 und 50 Prozent zu verzeichnen. Zudem sind die wertvollen Futtergräser bei der Dürre vertrocknet, sodass Lücken entstehen und diese bereits heuer wieder nachgesät werden sollten, um hoffentlich 2027 wieder „normale“ Erträge heim fahren zu können. Einige Betriebe müssen schon jetzt auf ihre Winterfutterreserven zurückgreifen oder Tiere verkaufen. Im Gemüsebau zeigt sich ein ähnliches Bild. Gerade beim Feldgemüse gewinnt daher die Bewässerung zunehmend an Bedeutung. Um die Versorgung mit Wals-Siezenheimer Gemüse auch in Zukunft sicherstellen zu können, wurden bereits erste Überlegungen angestellt, wie eine zeitgemäße und sinnvolle Bewässerung gewährt werden kann. Denn es ist klar: Trinkwasser ist eine wertvolle Ressource und sollte nur dort eingesetzt werden, wo es unbedingt notwendig ist. Ziel muss es sein, für die Bewässerung möglichst geeignete Wasserquellen effizient zu nutzen. Dazu gab es ein erstes Treffen mit vielen Bauern, um eine gemeinsame Lösung zu finden. Ebenso wurde bei einem Bauernbund-Stammtisch mit Agrarlandesrat Maximilian Aigner und weiteren interessanten Persönlichkeiten diskutiert, ob es eine Unterstützung oder andere Möglichkeiten von Seiten des Landes geben kann. Es wurden aktuelle Themen besprochen und eine eventuelle Bohrung eines neuen Brunnens ins Auge gefasst. Was die Diskussion deutlich zeigte: Es braucht ein gemeinsames Umdenken. In der Landwirtschaft, den Gemeinden und auch in der Bevölkerung: Jeder Einzelne ist dazu angehalten, Wasser zu sichern, sparsam einzusetzen und verantwortungsvoll zu nutzen. Denn so kann die Versorgung mit Trinkwasser wie auch mit heimischen Lebensmitteln sichergestellt werden. Trockenheit fordert die Landwirtschaft – Wasser nachhaltig sichern In der Landwirtschaft zeigt sich aufgrund der anhaltenden Trockenheit eine zusätzliche Herausforderung. Das Jahr 2026 war seit Beginn der Messungen das trockenste. Es zeigt sich deutlich, dass sich die Rahmenbedingungen auch für die heimische Landwirtschaft deutlich verändern. Umso wichtiger ist es, rechtzeitig Lösungen zu entwickeln. Matthias Hauthaler Im Bild v. li. - Bgm. Andreas Hasenöhrl, Direktorin LWS-Kleßheim Burgi Kaiser, LR Maximilian Aigner, LAbg. Nicole Leitner, Vzbgm. Karin Huber, Ortsbauernobmann Anton Langwallner und Vizepräsident LWK Sbg. Josef Braunwieser Foto: © Johann Reifberger

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